Archiv der Kategorie: Was das Herz so sagt

singel im advent

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oh, du schöner november. gut hatten wir es, immer wieder ein paar warme spätsommertage dazwischen. also gerade richtig zur verhinderung des zu frühen weihnachtsvogels.
Ne, nicht falsch verstehen, man darf sich ja freuen wenn es endlich überall nett geschmückt ist und die weihnachtsmärkte wie pilze aus dem boden sprießen. der dekokram wird ausgepackt , glühwein lockt und man möchte mit seinem liebste kerl romantisch über die märkte schlendern. hachz…
halt, stop, finde den fehler. liebster? romantisch? hä?

genau, kein liebster, null romantik, alle drumherum verliebt, verlobt verheiratet und du??
also in dem fall ich, nix, nada.

so also komme ich an einem gemütlichen herbstabend auf die ,laut werbung aus allen kanälen, erfolgversprechende idee mir mal drei dieser simplen und einfachen partnerschafts-such-apps anzusehen. fangen wir mal mit dem gerade von der jugend -wer hier jetzt lacht fliegt raus- so gehypten app ding namens tinder an:
angemeldet ist man schnell, geht sogar mit facebook-mag ich aber nicht- profilbid, etwas über mich, etwas wie der kerl so sein könnte und ab gehts.man kann den radius einstellen, die altersspanne usw.
ES DAUERT KEINE 10 MINUTEN und ich werde auf so wahnsinnig nette, romantische und höfliche art angemailt:
„hey, ich bin außendienstler, nicht falsch verstehen, ich suche nix festes, hast du lust?“ „hi, bild schön“ „ich mag ältere frauen“ usw.
ich starre natürlich etwas ungläubig auf mein handy, aber es ist tatsächlich die regel das die schnelle nummer hier das maß der dinge ist. und jungs die gerne vor ihren bro’s mit milferfahrung glänzen möchten.
Also rita, nö, neee, war schön herzhaft zu lachen aber die app wird gelöscht. kein bock.

nächster abend , neues glück:
gewappnet mit erdnüssen, tempos für die lachtränen( ihr seht ich lerne schnell) und einem glas rotwein lade ich zoosk runter. nette app, übersichtlich,benutzerfreundlich.
so rein vom handling der app kommen hier auch sicherlich altersgruppen ü40 gut zurecht. auch scheint das durchschnittsalter etwas höher zu liegen wenn ich mich da so durchwische (links nein, rechts ja). auch sind die profilfragen etwas aussagekräftiger, das lässt ja hoffen. ich gebe meine daten also ein, bild, und so wie der kerl sein sollte. dann hagelt es vorschläge .frauen sind wohl mangelware stelle ich fest. daher scheien die herren sich auch nicht die mühe zu machen mal zu lesen was madame so möchte. ne, im gegenteil. ganz nach neanderthaler manier haut Mann mir eine „romantische“ Keule über den kopf.
das zweite glas rotwein ist fast leer und , boaaaah, die taschentücher auch.
ich komme nicht dazu mich selbst umzuschauen. sicherlich sehr nette männer, s0 169 cm gross ignorieren vollkommen mein gardemaß von 174 cm. meine altersvorstellung wird komplett ignoriert und als mir dann bei den vorschlägen zur partnerwahl der app dreimal nacheinander mein exfreund entgegengrinst ist es genug.
dazu kommt noch das du in deinem emaileingang dreimal täglich eine mail mit den
„21 neueste Singels in deiner nähe“erhälst die immer aus den gleichen Kerlen besteht. inclusive exfreund.
fazit: du kannst den apps sagen was du willst, es wird ignoriert. zumindest bei mir. und ich war deutlich, also wie immer eigentlich.
dann eine bitte an die männer die profilbilder brauchen: bitte nicht über die webcam am pc . das ist nicht schön wenn ihr mit doppelkinn und nasenhaaren in die welt geschickt werdet.wirklich nicht.

damit hier kein mißverständnis aufkommt: ich suche nicht.das sollte man in meiner situation auch tunlichst lassen. es war eine kleine nette marktforschung .kann man mal machen.
die dritte suchbörse (ich mag das wort irgendwie) ist eigentlich eine website und das ganze ergebnis dieses selbstlosen versuches bekommt ihr die tage zu lesen.

Bis dahin,

rita

keine 15 Gründe den Artikel zu lesen

 

ein Grund sollte eigentlich genügen.

einigen von euch dürfte nicht entgangen sein das ich eigentlich nur noch instagram (siehe seitenleiste) nutzte.
das hat verschiedene gründe. der wesentliche punkt soll euch aber nicht vorenthalten werden.pläne zum blog habe ich viele, mehr als genug, ganz sicherlich.
keine zeit, lust, was weiß ich was man da alles so anführen kann, neee, gilt hier nicht.

Der anlass das hier jetzt mal öffentlich zu machen und damit auch die ausrichtung etwas zu ändern ist gestern abend um 22:15 h im zdf in der reihe 37° gesendet worden.
es wurde unter anderem Jana vorgestellt, als Deutschlands vorzeige-depressive. Sie hat vor allem durch twitter unter dem hashtag #notonlysad eine gewisse Berühmtheit erlangt und auch ein buch mit ihrem weg und ihrer form der Depression veröffentlicht.
aber es ist halt ihre Geschichte, ihre form der Erkrankung.
dazu wurden sie und der 2. protagonist ein Jahr lang begleitet und das ganze in 30!! minuten gepackt.Aha!?!

natürlich gibt es sicherlich gewisse verhaltensmuster die man getrost verallgemeinern kann.aber das wars dann auch schon mit DER depression.
ich werde nun seit jahren behandelt. ich nehme medikamente ohne die es sicherlich zur zeit nicht geht.es gibt auch sicherlich Schlüsselerlebnisse die das fass irgendwann haben überlaufen lassen. das liegt auch , wie so häufig, an erlebnissen der Kinderzeit, an beziehungen die längst keine mehr sind.

jedoch bin ich nicht immer traurig, und schon gar nicht humorlos.

ähnlich wie Jana stehe ich an manchen tagen auf und tanze durch die wohnung.
an manchen tagen allerdings ist die klappe zu und es gibt keine gefühle, keine emotionen, es gibt nichts was wichtig wäre und schon garnichts zu sagen.
das kann dauern, das kann aber auch genau so schnell wieder vorbei sein.
der Hund ist da ein wichtiger Faktor um überhaupt das haus zu verlassen. manchmal nur im dunklen.
seit einiger zeit habe ich mit schweren angstzuständen zu kämpfen die es einfach verhindern das haus zu verlassen. es geht nicht.termine machen ist also schwer und bedarf großer Vorbereitung. und dann kann es doch sein das es nicht geht.
und autosuggestionstraining mitten in der Fußgängerzone macht sich halt nicht so gut und bringt zudem auch nichts.
darunter leiden ALLE sozialen kontakte.
darunter leidet die Selbstversorgung.
darunter leidet die existenzsicherung.
überhaupt der kampf mit krankenkasse, termine bei ärzten, Behördengänge die die existenzsicherung gewährleisten. davon war keine rede.

nun ja, für mich jedenfalls genug anlass das hier mal zusammenzuschreiben .

Trotzdem wird Das rote Gartenhaus kein Blog über Depressionen, sonder eher „mit auch“!
ich plane mich verstärkt mit interior, vielleicht DIY und auch gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Dazu dürft ihr gerne an meinen kreativen, handmade Prozessen teilhaben.

so, ich würde sagen das ist genug für jetzt.

 

ich hoffe wir lesen uns wieder, dann gibts auch wieder was zu sehen!

und bis dahin: lachen nicht vergessen

Rita

 

„Du sag mal…

…wie ist das eigentlich so mit Tattoos auf älterer Haut?“

Worum geht’s denn hier heute? Um Tattoos, ne, im Prinzip nicht.
Lasst und mal über was reden das wir, wenn wir wirklich total, so ganz absolut ehrlich sind nicht sooo sehr lieben: DAS ALTER
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Bääähm, was ein Wort, Alter… alter Falter!

Ich bin ja nun mal ein Kind der frühen 60er, genau gesagt 1961. Ja, das ist die Jahreszahl bei der man in diesen tollen Apps wenn man sein Geburtsdatum einträgt schon ganz schön zurück scrollen muss. Ätz, PUNKT
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Aah, Madame haben ein Problem mit ihrem Alter, nö, im Prinzip nicht. Das ist ja nun mal unabwendbar und somit muss man dem Ding gelassen gegenüber stehen. Tu ich….. meistens.
Aber es gibt sie natürlich, die Tage an denen das komplett anders läuft, manchmal sind es auch nur Sekunden, wie die Sekunde in der mich auf der #blogst13 eine, mir bis dahin unbekannte, Bloggerin fragte: „Wie ist das eigentlich mit Tattoos auf älterer Haut?“ Mein Gesicht muss wohl grandios gewesen sein. Schließlich ist es ja recht unüblich jemanden ,den man so gar nicht kennt mal grad bei einem Zigarettchen so anzusprechen…hihi… doch ich hab sie echt sehr , sehr gerne, die kleine, freche Bloggerin… inzwischen, hihi!
Wie macht sich Alter den individuell bemerkbar?
Man sportelt, cremt, schmiert und stellt doch eines Tages fest, Bikini, bitte nur noch im eigenen Garten und am besten unter höchstens vier Augen!
Man lebt, liebt und lacht, aber doch anders als vor 20 Jahren. Mit mehr Genuss vielleicht, aber , wenn’s gut läuft auch freier als vor 20 Jahre. Nicht mehr so nach aussen orientiert, mehr für sich. So ist es zumindest bei mir.

Ich habe viel erlebt, viel gesehen, viel gelacht, viel geweint. Klar, da kommt ja auch einiges zusammen, an Jahren. Ich war in vielen Dingen ein Spätentwickler. Mit 18 zum ersten Mal geheiratet, zwei Jahre später Tochter Nr. 1, weitere 2 Jahre später Tochter Nr.2. Trennung kurz darauf und schon war ich mit 22 Jahren allein erziehende Mutter. Bäääm, das war damals wenig populär und auch nicht so wirklich einfach. In erster Linie hieß es Verantwortung zu tragen für die Mädels und mich. Das war ein Ding, das zu stemmen, aber sie sind groß geworden, sie hatten das Glück in einer Zeit groß zu werden als man Kinder noch einfach so vor die Tür schicken konnte, zum Spielen, zum Zelten, zum Blödsinn machen. Urlaube und Sonderwünsche waren nicht groß drin, aber wir waren ein Team (bis heute) und es lief.
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Sie wurden größer, gingen ihre eigenen Wege und dann kamen Mamas Träume und Wünsche wieder ins Spiel.

 

Ich konnte Reisen, hab den Motorradführerschein mit 50 gemacht, konnte mich jobmäßig neu orientieren und ich sein. Das war der große Vorteil der frühen Mutterschaft. Es war und ist noch für nix zu spät.
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Ein Herdentier war ich noch nie, meine Meinung hab ich immer , nicht immer diplomatisch, vertreten. Meine Jobs waren immer Berufung, wenn auch manchmal nur auf Zeit. Auch da muss ich mir nichts mehr beweisen.
Aber, klar kommt hier ein aber, was sagt das Alter dazu, was schränkt ein, was wird in weiteren 20 Jahren sein?
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Laut statistischem Bundesamt habe ich noch 34,96 Jahre zu leben. Das ist ja noch ganz schön, würde ich sagen, wenn es gesundheitlich gut läuft ist das ja auch durchaus erstrebenswert. Davon muss ich noch gut 1/3 arbeiten, auch durchaus erstrebenswert. Wie sehe ich dann eigentlich aus? Falten, graue Haare, dick, dünn? Gut , man kann sich pflegen, hegen, dann geht’s noch so mit dem Äußerlichen, hab ganz gute Gene geerbt, und natürlich immer ne Flasche Wasser dabei… hihi.
Wie werde ich leben? Enkel hätte ich gerne, eigentlich schon lange, aber die Damen lassen sich Zeit, ok, dann vertagen wir das! Herausforderungen brauche ich nicht mehr so viele, habe ich gemerkt. Ich habe lange im Mobilen sozialen Dienst gearbeitet, ich habe viele alte, einsame Menschen gesehen, das möchte ich nicht. Deshalb wahrscheinlich auch der Wunsch nach Vermehrung in der Familie. Ich habe gesehen das viele alte Menschen in Deutschland in Armut leben und am Gesundheitssystem sehr zu knabbern haben. Das möchte ich auch nicht, keinesfalls. Ich hoffe das ich das noch verhindern kann, irgendwie.
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Ich bin viel  gereist, war schon an vielen sehr schönen Orten in der Welt. Das möchte ich noch mehr und zwar nicht mit der Senioren Reisegruppe einer sozialen Organisation sondern so individuell und frei wie bisher. Ganz wichtiges Wort fürs Alter FREIHEIT! Irgendwie hab ich immer den Eindruck das Alter und Freiheit sich gesellschaftlich gerne mal ausschliessen. Wobei ich auch glaube das es regional unterschiedlich ist. Und eine Frage der sozialen Struktur in der man sich befindet.

Oh, wenn ich drüber nachdenke waren meine Eltern, die mir altersmäßig so gut 20 Jahre voraus haben mit Mitte 30, eeehm, sorry, alt. Wobei ich mich aber auch bei vielen Menschen frage ob sie jemals jung waren, oder nicht doch schon mit extremst greisenhafter Einstellung in die Welt geschickt wurden.
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Ich möchte ich sein, Gesicht zeigen, geschminkt, ungeschminkt,das tun was ich kann, mir nichts mehr beweisen müssen, Klamotten tragen wie ich mag und über die Uniformen der Jugend, Röhrenjeans, Long-Top, weites Shirt und Schal, grinsen. Ich mag Archäologie studieren, verdammt, endlich! Wo Türen zugehen, gehen andere auf!

IMG_5595Ich habe gelernt mir meiner Individualität bewusst zu sein und möchte sie leben, bis zum Ende.

Ich muss mir nichts mehr beweisen, ich weiss was ich kann, heisst nicht das ich nicht jederzeit bereit bin Herausforderungen anzunehmen, wenn ich will.

Ich will Gesicht zeigen, ich will meine „ältere Haut“ noch ein wenig Tätowieren lassen, weil, das fühlt sich für mich gut an!

Und, ich will glücklich sein, mit Falten, mit grauen Haaren, mit dem Kampf gegen die Schwerkraft (den trage ich übrigens für mich aus). Die Zeit ist nicht mein Feind, nein, die Zeit ist mein Freund, noch 34,96 Jahre, mindestens!

Zu diesen wahrscheinlich etwas unsortierten Gedanken hat mich  Yoko Ono *18. Februar 1933  mit dem folgenden Satz inspiriert:

Some People are old at 18, some are young at 90… It is a concept that humans created.
IMG_5597PS: und die kleine freche Bloggerin, die ich wirklich sehr schätze!

 

Hier bin ich wieder !

Da isse ja wieder, zurück, im Leben 1.0 und 2.0 und es gibt sooooo viel Neues!

Blogpause, Schreibblockade, Ladehemmung, keine Zeit…alles Themen die in letzter Zeit um sich griffen im „Happy Blogland“!
Nun, bei mir war es etwas anders:

Das nicht immer alles glatt läuft im Leben ist klar und manchmal gibt es eben auch Ereignisse die einen ganz schön aus der Bahn werfen. Da braucht man dann schon mal ganz schön lange um sich zu erholen , zu sortieren und neu und zuversichtlich in die Zukunft zu sehen.
Aber auch raus aus den Routinen, neues Erfahren, sehen, machen, weg aus eingeschlichenen festgefahrenen Mustern. Selbstreflektion ist da extrem hilfreich, wenn sie denn gründlich und ehrlich erfolgt!

Dem geneigten Verfolger bei Instagram dürfte es daher nicht entgangen sein das in meinem Leben eine grosse Veränderung stattgefunden hat.
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Mein Lebenspartner und ich gehen nun getrennte Wege, ich bin umgezogen und starte nun in mein #newlife14!
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Jetzt kommt DIE Phrase: Jede Krise ist auch eine Chance!

Chance Nr.1:
Wohnen wo ich will und Einrichten ohne Kompromisse machen zu müssen, ha, das hat was!

Chance Nr.2:
Neuer Job, da wo Leidenschaft und Können zusammenfließen, Check, echt Glück gehabt! Diese Woche geht’s los und ich freu mich wie ein Schnitzel! (original Wiener Schnitzel)

Chance Nr.3:
Freizeitgestaltung ohne Kompromisse! Laufen,Kochen, Lesen,Fotografieren, Surfen, Nähen, Abhängen und nicht zuletzt: Bloggen wann ich will, was ich will…yeah!

Chance Nr.4:
Freundeskreis neu Aufstellen, das ist eh meist in Abständen so, aber wenn ein Paar sich trennt erlebt man schon mal sein blaues Wunder!

Chance Nr.5:
Einsamkeit genießen! Kann ich, ich hab Phasen des Alleinseins schon immer genossen und jetzt auch. Klar, es wäre unrealistisch zu sagen das belastet nicht, tut, es, nach wie vor, aber ich mag ja positiv in die Zukunft schauen. So!

Chance Nr.6:
Ich bin Herrin der Fernbedienung… yeah, yeah, yeah!

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Ganz schön viel Neues und ganz schön viele Chancen, oder?
So soll es dann auch hier laufen. Dazu gibt es die Tage mehr.

Regelmäßigkeit soll einkehren im ,nun nur noch virtuellen, roten Gartenhaus. Geschäftiger soll es werden im Nähparadies, im DIY Bereich,im Wohnbereich, der mir eigentlich auch ganz besonders am Herzen liegt, im Küchentrakt. Lasst Euch überraschen!
Es wird die Eigenkreationen des „roten Gartenhauses“ nicht nur bei DaWanda zu kaufen geben…hihi, das freut mich besonders!

So Ihr Lesergemeinde, jetzt seid Ihr mit Neuigkeiten und dem gesammelten schneiderschen Optimismus geimpft und ich hoffe Ihr könnt damit so gut leben wie ich!

Hallo Welt, ich bin da, seid Ihr auch dabei?
Habt einen schönen Sonntag, wir lesen uns !

Rita aus dem Gartenhaus

Freund…Freundschaft… und das was bleibt

{Short Stories #2}

Ich lese gerne, ich lese viel. Unterschiedliches, ich sauge Bücher auf. Dazu gehören auch Biografien.

Geschriebenes ist wertig, es bleibt. So lese  ich nicht nur, sondern schreibe…

Und ich finde das geschriebene Wort befreit, Dinge festhalten oder auch verarbeiten wenn man etwas erlebt hat.

Da kommt mir die Aktion  „short stories“ von den Bloggerinnen Bine von was eigenes und Andrea von jolijou doch gelegen und bietet eine schöne Plattform um auch eventuell mal mehr Leser zu erreichen.

Freundschaft ist das Februar Thema, ja, ich weiß wir haben schon März. Aber das sehen die Mädels nicht so eng.

Was ist für mich Freundschaft, wer ist denn mein Freund?

Freundschaft kann schon ewig währen, sie kann eine Episode des Lebens sein. Du kannst Freunde verlassen, enttäuschen, verlieren.

Es gab und gibt in meinem Leben nich viele wirkliche Freunde. Ich habe das immer reduziert gehalten. Bewusst. Diese Massencliquenfreundschftsgedönse war nie so wirklich mein Ding.

Aber die letzten 10 Jahre hatte ich einen besten Freund. So einen wie man ihn sich wünscht:

Wir kennen uns schon lange, mein bester Freund und ich. Etwas über 30 Jahre.Wir hatten wilde Zeiten damals, legendäre Parties, halsbrecherische Motorradtouren, Zelten, wir haben nix ausgelassen, wild war es, aber schön und unvergessen.

Dann haben wir uns aus den Augen verloren, der Freund und ich. Jeder hat jemanden geheiratet, das Leben nahm, obwohl wir in der gleichen Kleinstadt leben, einen andernen Lauf.

Dann aber , ein gemeinsamer Bekannter hatte Polterabend trafen sie sich wieder, die alten Freunde.

Es wurde gequatscht, das Erlebte der letzten Jahre ausgetauscht und es wurde sich verabredet. Fur ein gemeinsames Hobby, eine Tour nach Assen zum Moto GP.

Ein schönes, ja ein wunderschönes Wochenende folgte und man verliebte sich. Der Freund und die Freundin gingen nun gemeinsam durchs Leben. Als Partner, als Fels in der Brandung, als Verschworene. So viele Gemeinsamkeiten wurden ausgelebt, gelacht, geweint. Zugehört, getrunken, gegessen, gefeiert, Brandungen durchquert, immer als Team…

Schwierigkeiten die der Andere hatte wurden zu den Eigenen erklärt, man kümmerte sich man half sich, man lernte voneinander. So ging es viele Jahre, Freund und Freundin waren ein Paar, Geliebte, Verschworene.

Natürlich hat so ein Paar nicht nur schöne Zeiten, nein, es gab auch Schwierigkeiten miteinander,

Paarprobleme zu lösen. Aber das ging immer irgendwie, denn sie haben nie vergessen das sie ja auch Freunde sind.

Dann kamen das womit niemand rechnete.

Der Freund wurde krank, seine Seele wurde krank. Der Freund vergass das sie seine Freundin war. Er suchte Schuldige für Probleme, er suchte die Wurzel seines Übels. Und er wollte nicht mehr mit der Freundin darüber sprechen.

Es wurde nicht mehr gesprochen.

Nicht mehr miteinander sprechen ist wie viele kleine Tode sterben. Wenn man etwas sagen will und man kurz bevor die nett gedachten Worte die Lippen verlassen stoppt. Stoppt weil man resigniert hat, weil es einfach nicht mehr lohnt.

Gibt es das: es lohnt sich nicht mehr zu Reden ? Schade ist es immer, wenn man aufhört zu reden und heimlich nur für sich denkt: Du bist nicht mehr mein Freund, Du Gegenüber.

Bitte werde nicht mein Feind. Das ist eigentlich alles was es in Phasen wie dieser zu denken und vielleicht auch zu reden gibt:

Bitte werde nicht mein Feind!

Und so wurde die Kluft wurde tiefer und tiefer bis dann der Freund das sagte was die Freundin schon lange dachte:

Ich will nicht mehr Dein Partner sein.

So ist es und so bleibt es.

Und so ist er nicht mehr in meinem Leben. Der beste Freund den ich jemals hatte.

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Mein 2014 wird mein Nein-Sage-Jahr, aber…


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Happy New Year!
Haha, etwas spät, könnte man meinen, aber schliesslich fängt mein Blog Jahr ja heute erst an!
Also nochmal… Alles Gute im Neuen Jahr !
Vorsätze? Klar, sozusagen zum ersten mal in meinem Leben.
Das wird mein Nein-Jahr! Baah, wie unfreundlich, neee, so ist es ja nicht gemeint:
Ihr kennt doch bestimmt den Spruch: Wer viel kann, der muss viel Machen! Genau so ergeht es mir! Kreative haben nun mal das Glück und das Elend für vieles Schöne ein Händchen zu haben. Und schwupp, schon schnappt die Falle zu!
Kannst’e mal gerade 15 Karnevalskostüme nähen, könntest Du uns vor dem Rosenmontagszug alle als Lucky Luke schminken (mit Latex-Kinn und so, ich hatte zwar schon Uniform an, aber warum nicht, ist ja mein Stress)
Kannste mal für 10 Personen kochen, 2 Kuchen backen, ich streiche gerade mein Haus, Du kannst das doch, meine Sofa soll neu bezogen werden, machst’e mal gerade, die Ablage machen, die Bügelwäsche steht schon 2 Tage…Haaaaaaalt! NEIN!
Genau das meine ich, ich helfe gerne, wenn ich Zeit habe und dafür nicht selber schon wieder zurückstecken MUSS!
Ich werden nur noch, wen ich kann und wenn ich will!
Durch eine eigene Erkrankung und das Burn-Out meines Herrn Z. im letzten Jahr musste ich den Kopf einschalten, was Das anbetrifft.
Ich hab mich selbst unter Druck gesetzt weil diese NEIN in meinem Sprachschatz nicht vorkam. Oder ICH… es gibt genug Leute die von mir glauben ich wäre egoistisch, wer mich wirklich kennt wir Das verneinen.Ich habe eigene Termine hin und her geschoben oder mich und meine Sachen vernachlässigt um Gefallen zu tun, um zu gefallen! Ich glaube auch das ist das Stichwort  gefallen wollen !

Und wann hab ich meins gemacht…nachts, oder im schlimmsten Fall, garnicht!

Mit fast 53 Jahren kann man aber, so denke ich , schon zu dem Schluss kommen nicht Jedem und Allen gefallen zu wollen und alles recht zu machen. Nicht ohne selbst dabei auf der Strecke zu bleiben! Das ist das was ich nicht mehr möchte: auf der Strecke bleiben!
Gewöhnt Euch dran, an das eine neue Wort, Ihr werdet es jetzt öfters mal hören!

Also, der erste und einzige Vorsatz ist hiermit wohl ausreichend erklärt!

Ne, das soll ja hier kein Runterzieh-Post werden, denn es gibt ja noch das schöne Wort:

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Sag ja, mein Liebe, ja zu Dingen die schon viel zu lang irgendwie zu kurz kommen:

ich werde mehr

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Reisen wollen, dazu gehört das Motorrad fahren.

Meine Tour in die Alpen 2013, ganz alleine ,war das Highlight des Jahres. Diese positive Erinnerung kann ich mir jetzt noch jederzeit abrufen.

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meiner Leidenschaft an Produkten nachgehen!

Heisst Meiner Food-Leidenschaft noch mehr nachgehen und sie auch Euch zeigen!

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mehr Backen, heisst auch an Aktionen teilnehmen, siehe hier

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mich viel mehr um neue Designs kümmern, Laden im Gartenhaus ausbauen

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auf meinem Sofa im Esszimmer chillen

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viel mehr fotografieren und bei dieser tollen Aktion von Juli und Fee so oft es geht dabei sein.

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Kurzum, mehr Spass haben, mehr bloggen, aber mit Qualität. Mich mir gleichgesinnten Bloggern treffen !
Eventuell doch noch studieren und da helfen wo es wirklich nötig ist.
Ja, ich sein… endlich!
Seid dabei, wenn Ihr mögt, und haut mir auf die Finger wenn ich es übertreibe,

mit den Nein’s und mit den Ja’s!

Ich freue mich über ein Feedback und Eure Erfahrungen mit dem Nein!
Liebste Grüße aus dem Gartenhaus

Rita

Die Elche sind los, ein „Post aus meiner Küche“ Projekt

Hey, Ho und Tach!

Ihr werdet das kennen, jeder hat ja so seine Plätzchen Standards in der Advents- und Weihnachtszeit, mir geht’s klar genau so.Diese Rezepte fliessen dann natürlich aus bei der wunderbaren Aktion
„Post aus meiner Küche“ ein.
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Der geliebte Christstollen den ich Euch im letzten Post vorgestellt habe, dazu kommen auf jeden Fall Engelsaugen, Zimtkugeln,Schoko/Rotwein Mini-Muffins,Nussecken, Gingerbread!
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Hach, Gingerbread! Das ist ein extrem dankbarer Teig, wie ich finde . Man kann ihn formen, kombinieren und dekorieren wie man will, wenn, ja wenn man ihn wirklich 12 Stunden im Kühlschrank lässt!
So habe ich ihn dieses Jahr gleich dreifach verarbeitet und eine neue Rolle Teig liegt schon wieder im Kühlschrank!
Ich hoffe die liebe Stephie, meine Tauschpartnerin konnte so viel Rita-Lieblings-Gebäck verkraften!

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Die Gingerbread-Stäbchen sind mit Quitten und Dornfeldergelee getoppt! Das ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern macht auch optisch noch was her.

Die runden Kekse hab ich ausgestochen und dann mit einem in Essen ( Ihr wisst schon wo )erstandenen Backstempel mit zwei verschiedenen Motiven versehen. Mit einem Holzstäbchen ein Loch gestochen und schon sind die hübschen Anhänger fertig, die sich auch an Geschenken prächtig machen.
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Mein Lieblingsmotiv sind und bleiben aber die Elche aus dem schwedischen Möbelhaus meines Vertrauens.
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Beim Mürbeteig ist die Bruchgefahr bei den filigranen Geweihen ja schon mal hoch. Beim gut durchgekühlten Gingerbread-Teig ist die Gefahr recht gering.
Ca. 4-5 mm ausgerollt macht er alles mit!
Ich hab meinen Elchen dann noch lustige Socken gegen kalte Füße angezogen. Das Kind in der Frau hatte sich mal wieder durchgesetzt!

Mir gefallen sie so am Besten. Wenn Ihr sie auch mal probieren möchtet, hier das Rezept:

140 gr brauner Zucker
70 ml Zuckerrübensirup
70 ml flüssiger Honig
1 Bio- Orange
150 g weiche Butter
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
375 g Weizenmehl (Typ 550)
3 TL Lebkuchengewürz ( ich bevorzuge Schubeck’s)
1 1/2 TL gemahlener Ingwer
Mehl zum Bearbeiten

Für die Stäbchen je 30 g Quitten – und Dornfeldergelee

Für den Teig braunen Zucker, Sirup, Honig und 30 ml Wasser in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker gelöst hat. Kurz aufkochen und vom Herd ziehen.
Von der heiss abgespülten Orange die Schale fein abreiben. Butter mit einem Holzlöffel unter die Zuckermischung rühren, dann Salz, Backpulver und Orangenschale dazu geben.
Teig in eine Rührschüssel umfüllen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Mehl sieben und zusammen mit dem Lebkuchengewürz und dem Ingwer mit den Knethaken des Handrührers unter den Teig kneten. Zuletzt auf der Arbeitsfläche mit den Händen wirklich glatt kneten.
In Frischhaltefolie sollte er jetzt über Nacht in den Kühlschrank.
Auf einer bemehlten Fläche 1/2 cm dick ausrollen, in 2×6 grosse Rechtecke schneiden, mit dem Stil des Holzlöffels 3 Kuhlen drücken und diese mit dem Gelee füllen. Abwechselnd sieht am Schönsten aus.
Wen man Elche oder die runden Kekse mag diese ausstechen und backen. ich heize den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze oder 160 Grad Umluft vor. Gas wäre dann 3-4.
Die Stäbchen ca. 8-10 min. backen.
Elche und runde Kekse nicht wesentlich länger, man sollte sie im Auge behalten!
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Das Rezept für den Teig ist auch in der Brigitte Sonderbeilage zu finden.

Soooo, ich denke wie man den Elchen Socken anzieht dürfte klar sein!
Probiert es unbedingt einmal aus, es klingt wesentlich schwieriger als es ist!
Ganz simpel sind ja die auch von Stephie heiss geliebten Schoko-Äpfel!
Da brauchst wirklich nur Äpfel, Kuvertüre, hier Vollmilch, Liebesperlchen und Stächen!
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Viel Spass beim Nachbacken, ich schau mal ob die Elche noch warme Füße haben…..

Grüße aus dem roten Gartenhaus! Hey,Hey,Ho…