Am Aschermittwoch…..

….ist alles vorbei! Neee, nicht alles!


Gegessen muss ja werden, und was ist schon immer Tradition? Na klar, Fisch!


Der schwimmt ja nach Fastnacht automatisch noch in den genossenen Getränken und den Bäuchen, in denen vom schunkeln immer noch Bewegung ist.

Regional variiert es etwas, aber bei uns gibt’s Heringe! Heringsessen am Aschermittwoch gehört zur Fasenacht wie der Rosenmontag. Warum eigentlich?

Na, die Antwort ist recht einfach: der Salzhaushalt im Körper soll wieder reguliert werden und mit den Pellkartoffeln werden hat die Kohlenhydrate wieder aufgefüllt!

Und jetzt nicht meckern, das ist Tradition und keine Ernährungsberatung!

Unser Familienrezept muss geheim bleiben, sagt die Mutti.


So viel sei verraten: Apfel , Zwiebeln, Sahne, Heringe wässern nicht vergessen, Gurkenwasser, ein Schuss trockener Sherry, KEINE Gurken, 4 Tage vorher einlegen… So, jetzt hab ich doch nix verraten, oder?

Rezepte für Heringe nach

“ Hausfrauenart“ gibt’s jede Menge!

Und damit, Tschüss Prinz Karneval, wir sehn uns nächstes Jahr, Alaaf

Wetter, Welt & Wahnsinn #1

Hä?´, eehm, sorry: wie bitte??? Wetter , Welt und Wahnsinn?
Wat hat se denn jetzt vor?
Gaaaaanz einfach, sie macht das was sie schon immer gerne gemacht hat:Meinung sagen, Stellung beziehen, Diskussionen anregen und von mir aus auch ’n bisschen polarisieren!

Warum jetzt?:
weil die Welt grad mal wieder durchdreht, weil ich schon immer politisch war und weil ich finde das auch ein Lifestyle-Blog durchaus eine Meinung haben darf. Ich lasse mich ja auch im Leben 1.0 nicht auf’s Kochen, Backen, Basteln und sonstige Annehmlichkeiten reduzieren.

So, jetzt der Reihe nach:

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Wetter
Haha, hier so 12 Grad PLUS, Morgensonne, dann Wolken, Regen! Option auf Schnee? Ne punkt

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Welt
Ich könnte jetzt wahrscheinlich non-stop ein Buch schreiben. Kein schönes Buch, warum kein schönes Buch? Ganz einfach, die Welt regt mich auf! Das heisst eigentlich nicht die Welt sondern der Mensch an sich. Was haben wir weltweit Baustellen, nenn ich das mal vorsichtig, die zu beackern für eine Generation ja wohl nicht reicht.
Nun, ich habe mir vorgenommen mir jede Woche ein Thema vorzunehmen das mich persönlich gerade am Meisten beschäftigt, aufgeregt, zur Verzweiflung gebracht hat. Ja, ich gehöre zu denen die an ihrer eigenen Rasse verzweifeln können.

Thema:

#pegida

Hamma nix gelernt, Mensch?
Wir haben Krieg auf der Welt, wir haben Armut und Hungertot. Wir haben Familien die nicht wissen ob sie den nächsten Tag überleben. Nicht nur in Syrien, Afghanistan und Afrika. Es gibt Tote in Pakistan, Israel, Palästina. Es brodelt und kocht in der Ukraine. Man unterscheidet dabei nach innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Konflikten. Das Ergebnis für die Menschen in diesen Regionen ist unterm Strich das Gleiche: Hunger,Krankheit,  Misshandlung, Verschleppung, Vergewaltigung, Tod.

Die natürlichen Konsequenz sind Flucht. Mal gerade um die Ecke flüchten macht meist keinen Sinn, es sind ja komplette Regionen die betroffen sind. Also raus aus der Gegend und Aufnahme in Länder denen es wirtschaftlich deutlich besser geht. Auch wir sind betroffen: Deutschland!
Es sind viele Flüchtlinge die zur Zeit nach Deutschland kommen, aus ganz unterschiedlichen Regionen und Kulturkreisen. Und auch aus ganz unterschiedlichen Kindern.
Oft brauchen sie Erstversorgung, simple Dinge wie Kleidung, man Flüchtet ja nicht mit einer Menge Koffern aus Krisengebieten. So weit so gut.
Jetzt müssen sie aber auch wohnen. Nicht einfach ,bei dieser stark angestiegenen Zahl von Menschen die Hilfe suchen. Also hat man einen Schlüssel entwickelt nach dem die Menschen auf Deutschland verteilt werden.
Jetzt kommt es: aber doch nicht hier nebenan!

Hey, Warum nicht?

Da hat sich dann jetzt eine , neben wir es mal Interessengemeinschaft , entwickelt die ja nix gegen Ausländer hat, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür! Und nicht von unserem Geld, und nicht die aus Afrika bitte, und keine Muslime, warum fragt man sie, aus Angst antwortet man, Angst wovor? Mh ja, also…
Ich unterstelle jetzt wirklich mal das die Meisten nur Angst vor der Fremdheit haben. Dem kann ja Abhilfe geleistet werden!
Geht doch einfach mal zu den zuständigen Stellen und informiert Euch. Wer kommt da so, was kann ich vielleicht sogar tun um diese Flüchtlinge zu unterstützen.
Wir haben in Andernach zuständige Stellen die Frühstücke, Treffen organisieren. Man kann Kindern Unterricht geben, mit ihnen basteln. Man kann so viel tun um die Barrieren zu durchbrechen. Dann kann ich ja immer noch in mich hineingehören und mich fragen: hab ich Angst? Bei uns ist es die Stadtverwaltung die diese Dinge koordiniert. Ich bin bisher nur auf Freundlichkeit und fundierte Infos gestoßen. Und ich werde meinen Teil dazu beitragen das diese Menschen ihr Trauma überwinden können und sich hier bei uns sicher fühlen können.Und zum Thema PEGIDA: da werden Menschen mit Parolen auf die Strasse gelockt die mir Angst und Bange machen. 15.000 Menschen marschieren durch Dresden, in Bonn war es ja dagegen nur ein klägliches Häuflein. Angeführt von Menschen deren Hintergrund ja schon in den Medien ausreichend beleuchtet wurde.
Ich war schon 1978/79 in Bonn auf der Strasse. Ich hab gegen Dinge demonstriert die mir unbequem waren. In den politischen Wirkungen der End-Siebziger gab es genug Gründedafür.
Ich habe in Andernach gegen die Bebauung einer wichtigen Frischluftschneise für die Stadt demonstriert, ohne Erfolg. Ich habe mit vielen anderen Mitbürgern für die Abschaltung des AKW Mülheim-Kährlich demonstriert, mit Erfolg.

Und jetzt werde ich wieder auf die Strasse gehen, gegen PEGIDA. Gegen diesen Irrsinn. Meine Kinder und Enkel werden mich niemals fragen müssen: warum hast du nichts gesagt, warum habt ihr euch nicht gewehrt.

Kommt doch einfach mit….

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Wahnsinn

Wahnsinn kann ja auch durchaus positiv sein. Heute hab ich ein wahnsinnig schönes Blog entdeckt. Wahnsinnig schön, weil die Person die dahinter steht, ach, wisst Ihr was , lest einfach selbst: Ich sage nur Chapeau, liebe  Frau Heike. Meine guten Wünsche begleiten Dich auf Deinem Weg! Ihren Blog findet Ihr hier

So, das war sie nun , die Premiere der WWW Abteilung. Wenn Ihr es mögt, erzählt es weiter, wenn nicht, vielleicht beim nächsten mal.

Ich freue mich über Meinungen

passt gut auf Euch auf

Rita

 

 

 

 

AdventskalendervonCuchikindGirlandenDiY

Hohoho,liebste Leser. Wie siehts aus da draussen? Wetterübel, oder? update: Sonne, ich sehe Sonne!

Ich hätte mir ja auch gewünscht das meinem Hang zur Romantik statt gegeben wird und eine kleine Hoffnung auf weiße Weihnacht aufkeimen darf. Nöööö, das wird nix, das wäre schon mal geklärt.
Also, was machen wir an diesem letzten Advents-Wochenende um ein wenig zu entschleunigen?  Genau, basteln und zwar mit der Häkelnadel!

Als die liebe Steffi von dem wunderbaren Blog cuchikind einen Aufruf startete, rief mein DIY-Herz sofort: hier, ich,ich,ich…

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Und somit entwarf ich die kleine Wichtelgirlande die meinem momentanen Hang zum Purismus  statt gibt. Ich hab normalerweise ganz viel geerbten und gesammelten traditionellen Weihnachtsschmuck in der Wohnung verteilt, je mehr , desto gut. Aber , in diesem Jahr habe ich den Drang zum Purismus, wenig, dosiert aber effektvoll wie ich finde. Da kommen kleine Wichtel mit Mützen in NeonPink und Kupfer gerade recht.

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Die fantastischen Garne von Birgit und ihrem Label: Garn und mehr  wurden dabei zu kleinen niedlichen Mützen verhäkelt.

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Wirklich kein großer Aufwand, Ihr könnt natürlich auch jedes andere dünne Garn nehmen. Bäckergarne eignen sich sicherlich besonders gut, wie ich finde!

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Ihr benötigt dazu folgendes:

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  • Bäckergarn in Kupfer, Neonpink und Natur/Kupfer von Garn und mehr
  • ca. 2m Kupferdraht
  • 3 Holzkugeln hier Durchmesser 3,5 cm
  • eine Häkelnadel 2,0
  • eine große Nadel zum Vernähen
  • einen dünnen Permanent-Marker in Schwarz

Für die Mützen 25 Luftmaschen anschlagen und zum Ring schliessen. Die Runden werden durch gehäkelt.Orientiert Euch bitte an dem Anfangsfaden um die Reihen ungefähr einzuhalten.
Nach 6 Reihen in festen Maschen beginnt Ihr mit der Abnahme.
1. Runde verteilt 5 Maschen abnehmen, dies geschieht, indem Ihr einfach eine Masche überspringt. 2. und 3. Runde ohne Abnahme. 4. wieder 5 Maschen verteilt abnehmen und so nehmt Ihr jetzt jede 2. Runde gleichmässig Maschen ab bis Ihr Euer Spitzes Mützchen fertig habt. Bitte den Endfaden ca. 10 cm abschneiden.

Dann gehts an die Bommel: ich habe 2 dicke Stricknadeln mit dem Neongarn umwickelt und dann den Faden zwischen den Nadeln durchgezogen. Das ist ein wenig gefrieren, aber geht ganz gut. nun näht Ihr die Bommel oben auf die Mütze und vernäht die Fäden von Innen.

Dann knipst Ihr Euch 3 mal 15cm Kupferdraht ab und steckt ihn durch das Loch der Holzkugel und dreht ihn umeinander. Den Draht innen durch die Mütze ziehen und Mütze aufsetzen bis es „niedlich“ aussieht. Fehlt noch das Gesicht: hier fand ich 3 Punkte vollkommen ausreichend!

Dann die 3 Wichtel an ein langes Stück Draht knüpfen. Perfektionismus fand ich hier fehl am Platz, ich mag es genau so! Tja, Dada und hohoho… fertig.

Jetzt sucht Euch nur noch ein hübsches Plätzchen für die 3 Kerlchen und erfreut Euch daran!

Ich hoffe Ihr kommt klar mit der Anleitung, wenn nicht: einfach fragen, ich helfe gerne!

So, liebe Steffi, doch noch geschafft! Vielen lieben Dank das ich dabei sein darf. Mit meinem ersten DIY auf meinem Blog.

Habt ein schönes Advents- Wochenende, Ihr Lieben und vor allem:

Kein Stress, Entschleunigung, es ist eine besinnliche Zeit!

Liebste Grüße aus dem Gartenhaus

Eure Rita

My Home is not a Castle oder #thenewlifehomestorypart1

Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genau so töten wie mit einer Axt.

– Heinrich Zille –

Da ist jetzt nicht mein erklärtes Ziel die geneigte Leserschaft zu ermorden, also lasst es vorsichtig angehen beim Schlüsselloch-Gucken!

Ich residiere (jaaaa, isso, Residenz, erbaut 1754) ja nun schon ein klitzekleines Weilchen hier und da lade ich Euch doch mal herzlich auf einen kleinen Rundgang ein, den Ihr hoffentlich überlebt.
Da brauch ich wohl auch nicht viel zu texten, denn ich hab mir mal das Galerie-Feature zu nutze gemacht.

Viel, viel schöner wäre es wenn Euch beim Rundgang durch das kleine Wohnzimmerchen Dinge ge-auf-nicht-gefallen wir doch per Kommentar mal drüber reden. Überhaupt, was ist denn das absolute Wohn-no-go, oder ohne welche Dinge könnt Ihr in Eurer Wohnung/Haus nicht überleben?
Lasst uns doch mal drüber quatschen!
Bloggen ist ja besonders schön wenn diese Form der Kommunikation in beide Richtungen funktioniert.

Also, viel Spass bei mir zuhause!

Ich hoffe es hat etwas Spass gemacht!

Liebste Grüße aus dem Gartenhaus, eh, Pardon, Residenz

Rita

Soulfood leicht gemacht #1

Gurken/Buttermilch Gaspacho, der kalte Lieblingslöffel Suppe!

Sonntag, warm, keine Lust auf Kochen, Grillen? Tadaaaa:

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Aus dem Kühlschrank:
Gurke
Buttermilch
Gekochtes Ei
Ziegenfrischkäse

Aus dem Gewürzregal :
Chilisalz mit Vanille (jahaa, keine Widerworte, bitte! )
Chili
Prise Zucker
Kürbiskerne
Evtl. Crema Balsamico

aus dem Garten:
Schnittlauch

Gurke Schälen, halbieren, eine hälfte entkernen, in mixertaugliche Stücke schneiden.
Gurke, 300ml Buttermilch, 1/2 TL Chilisalz, Messerspitze Chili , Prise Zucker im Mixer pürieren bis der Arzt kommt!
Schnittlauch zu hälfte dazu geben, die andere Hälfte in Röllchen schneiden,

Ziegenfrischkäse in dünne Scheiben schneiden, ebenso das gekochte Ei!
Kürbiskerne grob hacken!

Gaspacho in gekühlte Schalen füllen, je eine Scheibe Frischkäse und Ei auflegen, mit Schnittlauch und Crema Balsamico garnieren, fertig!

Genießt die warmen Tage, Ihr Lieben. Probiert dieses Süppchen mal aus, es lohnt sich! Lässt mich vor allem Wissen wie es Euch geschmeckt hat!

Sommersouplove!

Bis bald Rita

PS: Dieser Post wurde testweise mit dem IPhone produziert!

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„Du sag mal…

…wie ist das eigentlich so mit Tattoos auf älterer Haut?“

Worum geht’s denn hier heute? Um Tattoos, ne, im Prinzip nicht.
Lasst und mal über was reden das wir, wenn wir wirklich total, so ganz absolut ehrlich sind nicht sooo sehr lieben: DAS ALTER
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Bääähm, was ein Wort, Alter… alter Falter!

Ich bin ja nun mal ein Kind der frühen 60er, genau gesagt 1961. Ja, das ist die Jahreszahl bei der man in diesen tollen Apps wenn man sein Geburtsdatum einträgt schon ganz schön zurück scrollen muss. Ätz, PUNKT
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Aah, Madame haben ein Problem mit ihrem Alter, nö, im Prinzip nicht. Das ist ja nun mal unabwendbar und somit muss man dem Ding gelassen gegenüber stehen. Tu ich….. meistens.
Aber es gibt sie natürlich, die Tage an denen das komplett anders läuft, manchmal sind es auch nur Sekunden, wie die Sekunde in der mich auf der #blogst13 eine, mir bis dahin unbekannte, Bloggerin fragte: „Wie ist das eigentlich mit Tattoos auf älterer Haut?“ Mein Gesicht muss wohl grandios gewesen sein. Schließlich ist es ja recht unüblich jemanden ,den man so gar nicht kennt mal grad bei einem Zigarettchen so anzusprechen…hihi… doch ich hab sie echt sehr , sehr gerne, die kleine, freche Bloggerin… inzwischen, hihi!
Wie macht sich Alter den individuell bemerkbar?
Man sportelt, cremt, schmiert und stellt doch eines Tages fest, Bikini, bitte nur noch im eigenen Garten und am besten unter höchstens vier Augen!
Man lebt, liebt und lacht, aber doch anders als vor 20 Jahren. Mit mehr Genuss vielleicht, aber , wenn’s gut läuft auch freier als vor 20 Jahre. Nicht mehr so nach aussen orientiert, mehr für sich. So ist es zumindest bei mir.

Ich habe viel erlebt, viel gesehen, viel gelacht, viel geweint. Klar, da kommt ja auch einiges zusammen, an Jahren. Ich war in vielen Dingen ein Spätentwickler. Mit 18 zum ersten Mal geheiratet, zwei Jahre später Tochter Nr. 1, weitere 2 Jahre später Tochter Nr.2. Trennung kurz darauf und schon war ich mit 22 Jahren allein erziehende Mutter. Bäääm, das war damals wenig populär und auch nicht so wirklich einfach. In erster Linie hieß es Verantwortung zu tragen für die Mädels und mich. Das war ein Ding, das zu stemmen, aber sie sind groß geworden, sie hatten das Glück in einer Zeit groß zu werden als man Kinder noch einfach so vor die Tür schicken konnte, zum Spielen, zum Zelten, zum Blödsinn machen. Urlaube und Sonderwünsche waren nicht groß drin, aber wir waren ein Team (bis heute) und es lief.
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Sie wurden größer, gingen ihre eigenen Wege und dann kamen Mamas Träume und Wünsche wieder ins Spiel.

 

Ich konnte Reisen, hab den Motorradführerschein mit 50 gemacht, konnte mich jobmäßig neu orientieren und ich sein. Das war der große Vorteil der frühen Mutterschaft. Es war und ist noch für nix zu spät.
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Ein Herdentier war ich noch nie, meine Meinung hab ich immer , nicht immer diplomatisch, vertreten. Meine Jobs waren immer Berufung, wenn auch manchmal nur auf Zeit. Auch da muss ich mir nichts mehr beweisen.
Aber, klar kommt hier ein aber, was sagt das Alter dazu, was schränkt ein, was wird in weiteren 20 Jahren sein?
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Laut statistischem Bundesamt habe ich noch 34,96 Jahre zu leben. Das ist ja noch ganz schön, würde ich sagen, wenn es gesundheitlich gut läuft ist das ja auch durchaus erstrebenswert. Davon muss ich noch gut 1/3 arbeiten, auch durchaus erstrebenswert. Wie sehe ich dann eigentlich aus? Falten, graue Haare, dick, dünn? Gut , man kann sich pflegen, hegen, dann geht’s noch so mit dem Äußerlichen, hab ganz gute Gene geerbt, und natürlich immer ne Flasche Wasser dabei… hihi.
Wie werde ich leben? Enkel hätte ich gerne, eigentlich schon lange, aber die Damen lassen sich Zeit, ok, dann vertagen wir das! Herausforderungen brauche ich nicht mehr so viele, habe ich gemerkt. Ich habe lange im Mobilen sozialen Dienst gearbeitet, ich habe viele alte, einsame Menschen gesehen, das möchte ich nicht. Deshalb wahrscheinlich auch der Wunsch nach Vermehrung in der Familie. Ich habe gesehen das viele alte Menschen in Deutschland in Armut leben und am Gesundheitssystem sehr zu knabbern haben. Das möchte ich auch nicht, keinesfalls. Ich hoffe das ich das noch verhindern kann, irgendwie.
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Ich bin viel  gereist, war schon an vielen sehr schönen Orten in der Welt. Das möchte ich noch mehr und zwar nicht mit der Senioren Reisegruppe einer sozialen Organisation sondern so individuell und frei wie bisher. Ganz wichtiges Wort fürs Alter FREIHEIT! Irgendwie hab ich immer den Eindruck das Alter und Freiheit sich gesellschaftlich gerne mal ausschliessen. Wobei ich auch glaube das es regional unterschiedlich ist. Und eine Frage der sozialen Struktur in der man sich befindet.

Oh, wenn ich drüber nachdenke waren meine Eltern, die mir altersmäßig so gut 20 Jahre voraus haben mit Mitte 30, eeehm, sorry, alt. Wobei ich mich aber auch bei vielen Menschen frage ob sie jemals jung waren, oder nicht doch schon mit extremst greisenhafter Einstellung in die Welt geschickt wurden.
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Ich möchte ich sein, Gesicht zeigen, geschminkt, ungeschminkt,das tun was ich kann, mir nichts mehr beweisen müssen, Klamotten tragen wie ich mag und über die Uniformen der Jugend, Röhrenjeans, Long-Top, weites Shirt und Schal, grinsen. Ich mag Archäologie studieren, verdammt, endlich! Wo Türen zugehen, gehen andere auf!

IMG_5595Ich habe gelernt mir meiner Individualität bewusst zu sein und möchte sie leben, bis zum Ende.

Ich muss mir nichts mehr beweisen, ich weiss was ich kann, heisst nicht das ich nicht jederzeit bereit bin Herausforderungen anzunehmen, wenn ich will.

Ich will Gesicht zeigen, ich will meine „ältere Haut“ noch ein wenig Tätowieren lassen, weil, das fühlt sich für mich gut an!

Und, ich will glücklich sein, mit Falten, mit grauen Haaren, mit dem Kampf gegen die Schwerkraft (den trage ich übrigens für mich aus). Die Zeit ist nicht mein Feind, nein, die Zeit ist mein Freund, noch 34,96 Jahre, mindestens!

Zu diesen wahrscheinlich etwas unsortierten Gedanken hat mich  Yoko Ono *18. Februar 1933  mit dem folgenden Satz inspiriert:

Some People are old at 18, some are young at 90… It is a concept that humans created.
IMG_5597PS: und die kleine freche Bloggerin, die ich wirklich sehr schätze!

 

Spargel-Mega-Super-mit Fleisch -mitsattmachgarantie-Burger !

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Gibt’s eigentlich eine Lobeshymne auf Spargel. Ein Lied das mein Lieblingsgemüse besingt, wonach sich durch die Küche tanzen lässt bei der Vorfreude?

Ne, habt Ihr auch noch nix von gehört, oder?
Jetzt aber: “ Koche Spargel mit mir, koche Spargel den ganzen Tag, koche Spargel mit mir, bis der Bauch vor Spargel platzt! Spargel, Spargel, Spargel, …, weiß, Spargel, Spargel, Spargel, …grün!“ ( Melodie „Tanze Samba mit mir…), hach ja so könnte es hier laufen in der Spargelzeit.

Weiss, grün, ALLE Sorten heiss geliebt. Meist gebraten oder gedünstet, seltenste gekocht. Dabei gibt’s zwei Lieblingsvarianten: Spargel mit, Salbeibutter, Pinienkernen, Parmesan und Spiegelei..
Ihr wisst schon: wenn das weiche Eigelb dann… oh je, Wasser im Mund Marsch!

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Oder diese hier: der Satt-Mach-Burger: mit Rindfleisch  und Möhrchen und so…
Rezept gefällig?    OK, überredet:

Ich hab hier mal für eine Person kalkuliert:

2 Scheiben Mjukkaka Bröd
250 Gramm grünen Spargel
200 Gramm Rinderhack
2 Möhren
etwas frischen Ingwer
1 rote Zwiebel
Tomatensosse wie hier oder Ketchup
1 TL Senf
1 EL Sesamsaat
1 Ei
Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker
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Den Spargel putzen, Schälen ist ja meist nicht nötig. In einer Pfanne mit etwas Olivenöl knackig braten, nicht zu viel Hitze bitte. Eine Prise Zucker tut dem Spargel auch beim Braten gut!
Möhren schälen und in Streifen hobeln. Zwiebel schälen und hacken, Ingwer schälen und hacken.Alles zusammen im kleinen Topf mit Olivenöl und evtl. etwas Wasser  bißfest dünsten, salzen, pfeffern. Auch die Möhren mögen den Zucker ja recht gerne.
Aus dem Hackfleisch nur mit Salz und Pfeffer gewürzt 2 Platten formen. In der Grillpfanne anbraten, Brot toasten. Tomatensosse erwärmen, bei Ketchup entfällt dieser Schritt.

Dann in Butter(schmeckt mir besser) ein Paradespiegelei braten und den Sesam etwas anrösten.
Die Brotscheiben auf einer Seite mit etwas Senf bestreichen und los geht’s mit dem Schichten:

Brot, Fleisch, Tomatensoße (Ketchup), Spargel, Möhrenstreifen, Fleisch, Tomatensoße, Spargel Möhren, Spiegelei, Brot! Zum Schluß mit Sesam bestreuen, Salz und Pfeffer nach Vorliebe. Fertig! Sieht gut aus, schmeckt und macht satt!

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Guten Appetit… „Koche Spargel mit mir, koche Spargel den ganzen Tag…“

Rita aus dem Gartenhaus

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